Die NLA-Frauen von Zuchwil 05 steckten die 0:5-Meisterschaftsklatsche
gegen Leader Zürich gut weg. In der 1. Hauptrunde des Schweizer
Cups traten die ersatzgeschwächten Zuchwilerinnen beim Erstligisten
Walperswil souverän auf, mussten am Schluss aber um den 3:2-Sieg
noch unnötig zittern.
Die Woche hindurch wurde beim FFC Zuchwil 05 sehr gut trainiert.
«Es ist eine der Stärken meines Teams, dass es Niederschläge
schnell wegstecken kann», freute sich Zuchwils Trainer Peter
Baumann vor dem Spiel. So warf den 52-Jährigen in der 8.
Minute auch der Walperswiler Führungstreffer durch Aeberhard
nicht aus dem Konzept. Nach dem Führungstor verstärkten
die Walperswilerinnen ihre Defensive zusehends. Geduldig warteten
die Gäste bis das Startfeuerwerk der Bernerinnen vorbei war
und drehten das Resultat dank Lindemann (30.) und Zürny (44.)
noch bis zur Pause.
Routinier fehlte
Nach dem Seitenwechsel war spürbar, dass mit der verletzter
Zürcher die Spielerin mit der grössten Routine seitens
der Zuchwilerinnen fehlte. Im Abschluss wirkten die Gäste
nämlich zu umständlich. Statt keck den Abschluss zu
suchen, wurde stets noch ein unnötiger Querpass gespielt
und schon war die gut stehende Walperswiler Abwehr zur Stelle.
Als in der 57. Minute Trachsel auf 3:1 für die Gäste
erhöhte schien die Partie gelaufen. Sutter hatte jedoch etwas
dagegen und erzielte in der 78. Minute den viel umjubelten Anschlusstreffer
zum 2:3. «Bis dahin hatten wir alles im Griff, doch danach
agierten wir zu sorglos», bilanzierte Baumann nach dem Spiel.
Da die Zuchwilerinnen vorne zu wenig konsequent, im Mittelfeld
zu unkonzentriert und hinten mit Stellungsfehlern agierten, wurde
der Cupfight in der Schlussphase noch einmal sehr spannend. «Wir
glaubten noch an den Ausgleich und eine mögliche Verlängerung,
waren im Abschluss aber zu wenig kaltblütig», meinte
Walperswils Trainer Hicret Yilmaz. «Schade, dass Simone
Leisi, die in den bisherigen sieben 1.-Liga-Partien sechsmal getroffen
hatte, in der Schlussminute an Zuchwils Torfrau Kohler scheiterte»,
ergänzte Yilmaz.
Kader vergrössern
Kurz nach dem Spiel hatte Baumann dieses schon wieder abgehakt.
«Im Cup ist einzig wichtig, dass man gewinnt und eine Runde
weiterkommt. Über die Art und Weise, wie man gewonnen hat,
spricht bald niemand mehr.» Angesprochen werden müsse
aber das knappe Zuchwiler Kader von nunmehr noch 15 Spielerinnen.
«Da müssen wir ind er Winterpause über die Bücher»,
so Baumann, dessen Team am kommenden Wochenende in Bern gegen
YB spielt. «In der Meisterschaft haben wir das bisherige
Punktesoll mehr als erreicht. Alles was nun noch kommt, ist Zugabe
und ein positiver Schritt in die Zukunft.»
Die Achtelfinals im Schweizer Cup finden am 7. und 8. November
2009 statt. Die Auslosung findet in der Pause des U-17-EM-Qualifikationsspiels
Schweiz - Italien übermorgen Mittwoch in Pratteln statt.
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