+++ FC Staad - FFC Zuchwil 05 0:1 (0:1) | Tore: 45.Lindemann 0:1 +++


7.Oktober 2009 | 20.00 Uhr | NLA
FC Staad (10.) - FFC Zuchwil 05 (6.)

Spielort
Staad, Sportplatz Bützel

Schiedsrichter
Ciro Gentille (Monte Carasso)
SRA: Giuseppe Lupica (Monte Carasso)
SRA: Lil Berisha (Monte Carasso)

Zuschauer: 150

Tore
45. Lindemann 0:1

FC Staad
Hutter; Lareida (46.Fässler), Schläpfer, Zumstein (69.Hausmann), Oesch; Baldauf (69.Stricker), Pamminger, Spieler, Raymann; Bisquolm, Stilz

FFC Zuchwil 05
Kohler; Ehrenbolger, Stampfli, Vögeli, Barrer; Trachsel, Imboden, Probst, Zürny; Lindemann (86.Gianforte), Zürcher

Karten
38. Lindemann (Gelb)

Bemerkungen
Zuchwil ohne Trüssel, Zahnd (beide verletzt), Crausaz, Gatto (beide Urlaub), Roschi (abwesend)



 

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Tapfere erzwingen das Glück

Der FFC Zuchwil 05 gewinnt beim starken Aufsteiger Staad dank eines Treffers von Grit Lindemann in der 45. Minute 1:0. Damit bleiben die Zuchwilerinnen in den letzten drei NLA-Spielen ungeschlagen und belegen nun überraschend Platz 4, punktgleich mit dem Tabellendritten Kriens.

Die Zuchwilerinnen traten in der Ostschweiz erneut start ersatzgeschwächt an. Auf der Bank hatte Zuchwils Trainer Peter Baumann mit Gianforte und Hofstetter nur gerade noch zwei Auswechsel-Spielerinnen aus dem U18-Team. Wenigstens stiess Probst aus den Ferien zum Team zurück. Am Samstag (18 Uhr, Sportzentrum Zuchwil) im Spitzenkampf gegen den souveränen Leader FC Zürich sollten auch Gatto und Crausaz (beide noch in den Ferien) wieder mittun können. Zudem befindet sich die zuvor verletzte defensive Mittelfeldspielerin Trüssel wieder im Aufbautraining. Zahnd wird dafür mehrere Wochen ausfallen. «Sie lässt diesen Freitag im Spital in Aarau eine RMI-Untersuchung machen, wobei wohl das Aussenband gerissen ist», befürchtet Zuchwils Trainer Peter Baumann. Gut möglich, dass dafür bald die 20-jährige türkische Nationalspielerin Nadija Inan im zentralen Mittelfeld eingreifen kann. Baumann rechnet aber noch nicht damit, dass die Ex-Bundesligaspielerin (Duisburg und Wattenscheid) bereits gegen Zürich spielberechtigt ist, «obwohl das natürlich toll wäre», so der 52-Jährige.

Lindemanns vierter Streich
Die Zuchwilerinnen dominierten vor 220 Zuschauern die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit klar. Der verdiente Lohn kam jedoch erst kurz vor der Pause. Zürcher hämmerte von links einen Ball aufs Tor, Staads Goalie Hutter konnte das Leder nur abklatschen lassen. Die glänzend reagierende Lindemann versenkte den Abstauber zum Zuchwiler Führungstreffer. Die 21-jährige Deutsche hatte bereits am letzten Sonntag das 1:0 gegen Rapperswil-Jona erzielt und ist nun mit vier Treffern Zuchwils Torschützenleaderin. «Ich komme immer mehr auf Touren und freue mich auch riesig, dass ich in den letzten Spielen von beginn weg mittun durfte.»

Staads Sturmlauf
Nach dem Seitenwechsel bliessen die Einheimischen zum Sturmlauf. «In dem Masse, wie mich am letzten Sonntag die Rapperswilerinnen enttäuschten, überraschten mich diesmal die Staaderinnen positiv», gab Baumann zu Protokoll. «Keine Ahnung, wieso die Ostschweizerinnen erst zwei Punkte gesammelt haben und das Schlusslicht bilden.» In der Tat griffen die Einheimischen vor allem mit der Ex-Bayern-Spielerin Spieler (sie heisst tatsächlich so!) und der pfeilschnellen Stilz keck, aber manchmal etwas zu ungestüm an. Bei ihren Abschlussversuchen fehlte die Präzision oder dann zeigte Zuchwils Torfrau Kohler ihr grosses Potenzial auf. «Sicherlich hatten wir ein paar Male auch Glück, dass wir den Ausgleich nicht kassieren mussten», gesteht Baumann ein. Kurz vor Schluss wäre Zürcher bei einem Konter, von Gianforte herrlich bedient, fast noch das 2:0 gelungen, der Ball verfehlte das Ziel jedoch knapp.

Platz 4 – ein Traum
Hätte jemand Peter Baumann vor der Saison zwölf Punkte nach sieben Spielen offeriert, wäre seine Unterschrift schnell drunter gewesen. «Wir haben nun Platz 4 inne, obwohl wir uns nach wie vor in der Aufbauphase befinden, ein sehr junges Team und nur ein sehr schmales Kader haben.» Dass seine Schützlinge die drei Niederlagen nach dem Startsieg gegen den FC Basel ziemlich locker überlebt habe und nun zuletzt drei Erfolge feiern durfte, zeige deutlich auf, wie intakt sein Team sei. «Das gibt mächtig Auftrieb und ich habe nun die Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind», so Baumann, der auch am Samstag zu Hause gegen den Leader punkten will. «Wir streben einen Punkt an, denn der FC Zürich Frauen hat noch das Spiel in der UEFA Women’s Champions League in den Beinen.» Die Zürcherinnen verloren dabei gestern Mittwoch beim schwedischen Vizemeister Linköping 0:3. Bereits Ende September hatten die Zürcherinnen in Winterthur gegen den gleichen Gegner 0:2 verloren

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